Mechanische Schilder - Kompromiss zwischen Vielfalt und Energieeffizienz
Diese Schilder, auch mechanische Wechselverkehrszeichen oder Prismenwender genannt, sind eine gute Alternative zu den elektrischen Schildern, da sie zwar nicht die Vielfalt einer elektronisch gesteuerten Tafel, aber eine geringere Leistungsaufnahme, was auf Dauer einen viel geringeren Stromverbrauch bedingt, bieten. Um diese Anlagen möglichst effizient zu nutzen, werden sie oft mit Photovoltaiksystemen ausgerüstet, wenn die Anbindung an das öffentliche Energienetz nicht möglich ist oder einfach kein Bedarf besteht.
Einsatz der Schilder
Wenn die Verkehrssituation lediglich einige wenige Verkehrszeichen erfordert, dann sind mechanische Schilder perfekt für diese Aufgabe geschaffen.
Falls eine neue Situation im Straßenverkehr eintritt, kann per Knopfdruck, der von einer Verkehrszentrale (siehe Verkehrstelematik in Artikel Elektronische Schilder) durchgeführt wird, auf ein anderes Zeichen gewechselt werden. Häufig werden sie auch in die wegweisende Beschilderung integriert, um Richtungsangaben, alternative Routen und den Status einer Fahrbahn anzugeben. Diese Beschilderung wird dann Wechselwegweisung genannt.
Prisma, dreh dich
Die Prismen liegen horizontal oder vertikal im Gehäuse. Je nach Einsatzort und benötigten Verkehrszeichen sind die Prismen, die mit retroreflektierenden Folien beklebt sind, in der Anzahl ihrer Kanten angepasst. Üblich sind drei- oder vierkantige Prismen, die gekoppelt sein können, was bedeutet, dass sie immer simultan ihre Ausrichtung wechseln. Ungekoppelte Prismen sind in Wechselwegweisungsanlagen zu finden, da sie unabhängig von einander Fahrbahnen symbolisieren müssen.
Angetrieben werden die Prismen durch einen Gleichstrommotor, der entweder mit einem Schnecken- oder Zahnriehmenantrieb mit den Prismen verbunden ist.
Bild: Ralf Dierenbach (Autobahn N7, Thurgau)